KERAMISCHE VISIONEN - Ausstellung AocG
Österreichische Galerie für Keramik
In einer Zeit, die vom Wandel in der Kunst und vom Aufbruch im Design geprägt war, gründete Heide Warlamis für den Werkstoff Ton 1981 die „Österreichische Galerie für Keramik“. Die Sammlerin, die selbst auch als Künstlerin tätig ist, trug mit ihrer Leidenschaft und Expertise eine einzigartige Auswahl zeitgenössischer Keramikkunst der 1980er Jahre zusammen. In zahlreichen Ausstellungen wurden bereits etablierte Kunstschaffende zusammen mit aufstrebenden Künstler:innen gezeigt. Unter ihnen waren Kiki Kogelnik, eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin internationalen Rangs, Kurt Ohnsorg, ein Pionier der modernen Keramikkunst, und Colin Pearson, eine britische Keramikgröße. Allen gemein war die innovative Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Ton, der seine Formen in außergewöhnlichen Skulpturen, visionären Objekten, dekorativen Schmuckstücken und mutigen Designs für Gefäßkeramiken fand.
Einige Teilnehmer:innen des von Kurt Ohnsorg gegründeten Internationalen Keramiksymposiums Gmunden, das seine Fortsetzung in der seit 2022 stattfindenden Academy of Ceramics Gmunden (AoCG) findet, konnten für die Ausstellungen in Wien gewonnen werden. Bei der AoCG handelt es sich um ein innovatives Konzept, das die lokale Kunstszene bereichert und die Bedeutung der Keramikkunst in der Kulturgeschichte und in der zeitgenössischen Kunstszene unterstreicht. An den Wiener Schauen der 1980er Jahre nahmen unter anderem die weithin anerkannten Größen der Keramikszene Franz Josef Altenburg, Jody Baral, Gerda Gruber, Anton Raidel, Kurt Spurey und Aisaku Suzuki teil und beeindruckten mit ihren Werken die damaligen Besucher:innen.
Die Ausstellung in der Gmundner Keramik Manufaktur präsentiert eine beeindruckende Auswahl skulpturaler Stücke. Die ausdrucksstarken Keramiken zeigen die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, etwa in Formen, Farben oder Techniken des Materials. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich von den skulpturalen Werken mit ihren spielerischen Kombinationen aus Funktionalität und Kunst inspirieren zu lassen. Sie gibt tiefe Einblicke in die kreativen Impulse und Prozesse einer Generation von Kunstschaffenden im Umbruch sowie die kühne Experimentierfreudigkeit einer schöpferischen Epoche, die bis heute nachwirkt.
Öffnungszeiten | MO-FR 10:00 – 17:00 | SA 10:00 – 16:00 | Feiertage geschlossen |
Eintritt | frei |
nicht barrierefrei zugänglich (3. Stock nur zu Fuß erreichbar, kein Lift vorhanden) |
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Adresse | Gmundner Keramik, Keramikstraße 24, 4810 Gmunden; 3. Stock |
Die Ausstellung präsentiert Werke von:
- Franz Josef Altenburg, AT
- Paul Badié, KH
- Jody Baral, USA
- Maria Baumgartner, AT
- Rosemarie Benedikt, AT
- Karen Bennicke, DK
- Gundi Dietz, AT
- Renate Fuhry, DE
- Gerda Gruber, AT
- Rosario Guillermo, MX
- Sándor Kecskeméti, HU
- Kiki Kogelnik, AT
- Kurt Ohnsorg, AT
- Mária Orosz, HU
- Colin Pearson, GB
- Ernst Pleuger, DE
- Anton Raidel, AT
- Claire Ratzenböck, CH
- Lilo Schrammel, AT
- Václav Šerák, CZ
- Gary Smith, US
- Kurt Spurey, AT
- Aisaku Suzuki, JP
- Almuth Tebbenhoff, DE
- Ken Walters, US
- Hilary Watters und David Symonds, GB
- Eva Werdenich, AT
- Pauline Wiertz, NL
- Hayashi Yasuo, JP
- Martina Zwölfer, AT